Zur Feier ihrer nun 20 Jahre andauernden musikalischen Karriere präsentiert Dulce Pontes ein Doppel-Album mit dem bezeichnenden Titel „Momentos“, das einige ihrer eindrucksvollsten Momente auf den Bühnen dieser Welt mit eigens für dieses Album eingespielten Studioaufnahmen kombiniert. Die erste der beiden CDs ist dabei die portugiesische und die zweite die international ausgerichtete, die mit spek... mehr
Die beiden italienischen Instrumentalisten Floraleda Sacchi und Claudio Ferrarini haben bereits in der Vergangenheit klassische Musik mit Werken des indischen Sitar-Gurus Ravi Shankar oder dem Minimalismus eines Philip Glass kombiniert. Auf ihrem dritten gemeinsamen Album begeben sie sich nun auf eine ausschweifende Reise durch Barock, Klassik, Romantik sowie zeitgenössisches Repertoire, welche musikalischen Umsetzungen des „Ave Marias“ gewidmet ist. Dass bei einem reinen Instrumental-Duo der zugrundeliegende Text unausgesprochen bleiben muss, ließ zunächst Zweifel aufkommen. Wie Sacchi und Ferrarini jedoch dank ihrer Interpretation der wortlosen Version von Astor Piazzola feststellten, wurde ihre Grundbotschaft dadurch sogar noch verstärkt: „Wir erkannten, wie die fehlenden Worte das eigentliche Ziel dieser Musik sogar noch deutlicher hervorstehenließen: Den Menschen näher an das Göttliche heranzuführen.“ mehr
Ein Tastenvirtuose nimmt sich des dahinsiechenden teutonischen Volkssongs an. Er unterzieht die Lieder einer Frischzellenkur aus Jazz und World. Dem Pianisten und Komponisten Edgar Knecht gelingt ein sensationeller neuer Zugang zur scheinbar verlorenen Tradition. "Maria durch ein Dornwald ging" erklingt als unter die Haut gehende Ballade. "Es war ein König in Thule" entwickelt sich zum Virtuosenstück zwischen Beethoven und kubanischem Salsa. In "Froh zu sein bedarf es wenig" feiern afrikanischer Sechsachtel- und deutscher Dreivierteltakt ein rauschendes Freudenfest. mehr
Fedrig leicht, im Klangraum schwebend, die Melodien ver-bebopt, versoult, ver-r&b-t, beinah provokativ frei im Umgang mit dem Original – und doch noch immer ganz nah dran an der Seele des Songs. Egal, ob er den Isley-Brothers-Klassiker „Harvest For the World" zergliedert und im Refrain wieder vereint, egal, ob er den Gamble-Huff-Song "Drowning In The Sea Of Love" vorsichtig afrikanisiert, egal, ob er „What’s Goin’ On", das Herzstück des Marvin-Gaye-Repertoires, leise dramatisiert oder „Maniac", den Michael-Sembello-Hit aus „Flashdance", in die Welt des Jazz zurückholt – was immer der Singer, Songwriter und Gitarrist auf seinem aktuellen Soloalbum ONE PURE SOUL mit seinen Lieblingsstücken macht, es ist einfach großartig. Chapeau, Stephan Scheuss! mehr
Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass man viele Aspekte der aktuellen galicischen Musik ohne Fuxan os Ventos nicht verstehen würde. Fast zwei Dekaden, nachdem die Gruppe ihr letztes Konzert gespielt hatte, war nun das Spektakel „Terra de sonos“ die langersehnte Rückkehr der Gruppe auf die Konzertbühnen. Es war eine Rückkehr, die enormen Erwartungen ausgesetzt war, sowohl von denen, die die Geburt der Band 1972 und die Wirkung ihrer fordernden Texte in Galicisch erlebt haben, also auch von der nachfolgenden Generation, die die Kassetten von Fuxan os Ventes auf den Rücksitzen der Autos ihrer Väter hörten. Sowohl die einen als auch die anderen waren es, die die außergewöhnliche Popularität der Lieder wie dem traditionellen Stück „A Carolina“ und die Verwandlung von anderen Themen wie „Sementeira“ in authentische Hymnen erlebt hatten. Fuxan os Ventos war vor allem eine Gruppe, die sich voll der Identität Galiciens sowie den Hindernissen, den sein Volk in seiner neueren Geschichte überwinden musste, verschrieben hatte. Sie waren und sind eine Gruppe, die es versteht, mit ihren Texten in alle Teile der Gesellschaft in galicischer Sprache zu dringen. Etwas, was Mitte der 70er Jahre undenkbar war. mehr
Cantigas do Camino ist ein kollektives Projekt, das durch die Zusammenarbeit, Vision und Energie der teilnehmenden Künstler, die jeden Song speziell für dieses Album komponiert und aufgenommen haben, sowie der Photographen, Illustratoren, Tontechniker und Ingenieure, die alle einen großen Anteil an der Realisation haben, entstanden ist. Die Künstler auf diesem Album repräsentieren beispielhaft die Musik aus Galicien, die mit ihrer Persönlichkeit und Sound einen ganz eigenen Platz in der Welt einnimmt. Die Vision und Idee zur Musik des berühmten Camino de Santiago hat bereits eine Jahrhunderte alte Tradition und wird nun in einer persönlichen und zeitgenössischen Interpretation dargeboten. Für alle die den Camino bereits gegangen sind, dies vorhaben oder sich auch nur damit beschäftigen wollen, ist diese CD eine wunderbare Ergänzung oder Einstimmung. mehr
„Berrogüetto“ - dieser Name steht wie kein anderer für die große Idee der internationalen Weltmusik-Bewegung: Allein die Verbindung der traditionellen Musikformen mit modernen Stilen ist der Schlüssel zu den wahren, richtungsweisenden Innovationen. Kaum ein Musikerkollektiv im weiten Anhängerfeld dieser Philosophie ist dabei so profiliert wie „Berrogüetto“. Ihre Wurzeln liegen in Galicien, hier ist für sie Start- und Zielpunkt jeder musikalischen Exkursion. Ausgestattet mit Vertrauen in das eigene Schaffen und die universelle Kraft der Musik wagen „Berrogüetto“ mit ihrem neuen Album „Kosmogonías“ nun einen Schritt von wahrhaft kosmischen Ausmaßen. Das Album setzt sich, unterstüzt von visuellen Elementen auf einer beiliegenden DVD, mit dem Zusammenspiel von Kosmos und Mensch auseinander, das in der Musik spürbar wird. „Kosmogonías“ ist ein musikalisches Energiefeld, dass den Willen zur Veränderung unseres kosmischen Zustands hin zum Positiven bündeln soll. mehr
Mit „Chaos“ betritt der junge Klaviervirtuose Rami Khalife aus dem Libanon erstmals die große internationale Musikbühne. Eine Eigenkomposition von kolossalem Ausmaß und ein Statement voller Genie und Größenwahn. „Chaos“ ist ein fünfteiliges Werk, dass Khalifes Gefühle während des Libanonkrieges im Sommer 2006 verarbeitet. Die einzelnen Abschnitte tragen die Titel „Geburt“, „Zerstörung“, „Chaos“ und „Wiedergeburt“, den dritten Teil des Opus ließ Khalife namenlos. In seinen furiosen und instinktiven Improvisationen nähert sich Rami Khalife der rohen Energie, die Schöpfung und Leben, aber auch Zerstörung und Tod bedeutet. Mit und in der Musik sucht er nach dem Grundelement aller Existenz. Seine musikalische Sprache trägt arabische Elemente, kennt jedoch auch die Disziplin der klassischen Musik, die Radikalität der Moderne, sowie die Grenzenlosigkeit des Jazz. mehr
„Idas Y Vueltas“ heißt das neue Album von Muchachito Bombo Infierno aus Barcelona. Nach “Vamos que nos vamos” (2005) und “Visto lo Visto” (2007) ist es der dritte Streich der Flamenco-Piraten. Herausgekommen sind wieder 13 Songs, die das pralle Leben und den guten spanischen Wein huldigen. Und dass, obwohl die Produktion der Platte im Königreich auf der Insel stattfand, wo weder Wetter noch Wein zur Lebensfreude veranlassen. An den Reglern saß mit Joe Dworniak aber auch ein Garant für den heißen Barcelona-Sound, der schon für Radio Futura, Kiko Veneno und einige andere gearbeitet hat. Zusätzliches Party-Flair bringen die Gäste auf „Idas Y Vueltas“, darunter große Namen wie G-5 oder Estopa, aber auch Newcomer wie die junge Flamenco-Band Soniquete de Jerez. mehr