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VÖ Datum: 15.09.03
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Der Komponist, Gitarrist und Sänger Nayim Alal ist, neben Mariem Hassan, die tragende Figur im Projekt von Nubenegra und den Saharauis zur Verbreitung der Musik der Saharauis im Exil. Nayim gilt als innovativer Erneuerer der traditionellen Musik, dem Haul.
In NAR, seinem ersten Soloalbum, entlädt sich mit Nayim der heisse Wüstenblues in seinen vielfältigen Facetten: episch, weich, sehnsuchtsvoll, stolz und amüsant. In NAR setzt Nayim die Zeichen für eine zeitgemässe saharauische Musik, einen Haul ohne Komplexe und Fesseln, ein Haul in dem alle Fährten der Wüste zusammenlaufen: die rebellische Vergangenheit, die aktuelle Misere und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
So ist NAR ein vitales Zeugnis dafür, dass die Wüste lebt und immer wieder Neues hervorbringt.
Den entscheidenden Unterschied zum traditionellen Haul macht sein energisch-kraftvolles Gitarrenspiel. Auf den Nährboden der Tradition streut er das Saatgut unserer Zeit, um so der Musik einen gegenwärtigen Ausdruck zu verleihen.
Grundsätzlich orientieren sich die Lieder auf seinem Album NAR an den traditionellen Skalen und Rhythmen der Saharaui. Seine Texte singt Nayim auf Hassaniya, der regionalen Sprache seiner Heimat. Darüber hinaus ist alles möglich: der Gebrauch verschiedenartigster Instrumente, die unterschiedlichsten Färbungen der Arrangements oder die Zusammenarbeit mit Musikern anderer Regionen.
Nayims Gesang richtet sich zu allererst an sein Volk und dessen schwierigen Lebensumstände; doch auch seine vertraute Umgebung findet Platz in seinem künstlerischen Kosmos.
Pressezitate
01.11.2003: (Adrian Wolfen, Jazzthetik) ...Nayim Alal ist ein Gitarrist und Sänger aus den Flüchtlingslagern. Aber im Gegensatz zu Mariem Hassan steht er mit seiner Musik schon habl im Westen. Die Rhythmen sind vielfältig, Reggae und Blues dürfen sein, es wird schon einhmal gerappt, die E-Gitarre wird quer durch die Musik gezogen und kann auch mal kreischen, Bläser kämpfen mit Gitarrengebrötze, die Melodien sträuben sich nicht, auch von unsereins mitgesummt zu werden. Wie groß doch die Welt selbst in diesen Lagern ist! Natürlkich singt er bei aller Modernität des Sounds trotzdem über das Elend, das die marokkanische Besetzung über das Land gebracht hat. Sehr interessant...
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